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Liebe Gemeinde,sonnenuntergang k

in der Sommerzeit, in der die meisten von uns im Urlaub waren, ihre Ferien genießen oder einfach mehr Zeit für einen Spaziergang im Park oder in ihrem Garten hatten, gab es gewiss Gelegenheit dankbar auf alles zu schauen, was wir erlebt und geschenkt bekommen haben: die frische Luft, die feuchte Erde, die duftenden Blumen, den Sonnenschein, das Gezwitscher der Vögel, das Rauschen der Meereswellen oder das klare Seewasser…

Neu

Erschaffe mich neu. Gertrud v. H.

„O Gott-Liebe, mich hast du erschaffen: in deiner Liebe erschaffe mich neu.“ 
(Gertrud von Helfta, exercitia spiritualia, 5. Übung, S. 497ff)

 

Neu

Was ist neu? So ergibt sich die Frage.

Gibt es wahres Neues in unseren Tagen?

Ein Novum! So heißt es heutig und oft.

Doch ist es nicht immer umsonst gehofft?

 

"DU STELLST MEINE FÜßE AUF WEITEN RAUM“

Mit diesen Worten aus Psalm 31 ist das diesjährige Fastentuch von Misereor überschrieben, welches in den Kirchen unserer Pfarrei aufgehängt ist.
Es stellt einen Fuß dar, für den das Röntgenbild eines verletzten Fußes die Vorlage bildete, dessen Linien die Künstlerin Lilian Moreno Sánchez aus Chile mit einem Kohlenstift auf weißen Stoff übertragen hat.

Hungertuch zur Fastenzeit 2021Die Fastenzeit ist nicht nur eine Zeit des Verzichts. Vielmehr lädt sie uns ein, neu zu entdecken, wo Gott unserem Leben neue Räume eröffnet und einen weiten Horizont schenken möchte. Gerade in einer Zeit, in der durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unsere Freiheiten und Möglich-keiten eingeschränkt sind und wir das Gefühl haben, dass unsere Räume enger und der Horizont begrenzter geworden sind, dürfen wir uns darauf besinnen, wie sehr Gott uns auch in dieser Zeit führen und begleiten möchte. Erfahrungen der Solidarität und der Rückbesinnung auf Wesentliches können dabei Räume sein, auf die Gott unsere Füße stellen möchte.

Der Fuß ist aber nicht nur ein Zeichen für Bewegung, sondern auch dafür, dass wir einen festen Stand haben sollen und können. Und auch dazu lädt uns die Fastenzeit ein, sie als Möglichkeit zu nutzen, eine Standortbestimmung vorzunehmen. Wo stehe ich? Was gibt meinem Leben halt? Was muss sich verändern? Vielleicht kann uns das Misereor-Fastentuch helfen, uns ganz neu Gedanken darüber zu machen. Gemeinsam wollen wir es in einer Fastenandacht am 5. Fastensonntag (21.03.) um 17:00 Uhr in der St. Marien-Kirche tun.

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Fastenzeit und eine gute Vorbereitung auf das Osterfest, an dem uns Gott den größten Raum eröffnen will, in der Zusage des ewigen Lebens.

Ihr Pfr. Daniel Rudloff

 

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