Liebe Leserinnen und Leser dieser Webseite,

gerade erst haben wir im Fasching plakativ oder auch hintergründig vor Augen geführt bekommen, wie viele ganz unterschiedliche „Baustellen“ es in unserer Pfarrei, in der Kirche und Gesellschaft, aber (wahrscheinlich) auch in unserem eigenen Leben gibt.
Am Anfang des Jahres habe ich im privaten Gespräch oft - mit einem kleinen Lächeln - von den „Bauvorhaben des Jahres“ am eigenen Haus erzählt (kleine Projekte um gewisse Dinge neu zu gestalten oder zu sanieren). Das ging mir zunächst ziemlich leicht von den Lippen; als ich dann aber merkte, dass sich dabei eine lange Liste mit Wünschen und Tätigkeiten ansammelte, haben wir dann doch erst einmal - nach innerfamiliärem Rat – eine Prioritätenliste angefertigt.

Dabei gewannen wir einen Überblick, haben Kosten und Aufwand realistisch einschätzen können. Wir legten eine Reihenfolge und persönliche Schwerpunkte fest.
So gelang es, das ein oder andere schon umzusetzen, ohne sich zeitlich, kräftemäßig oder finanziell zu überfordern.

Vielleicht ist es mit den „geistigen Baustellen“ ähnlich. Es lässt sich nicht alles gleichzeitig umsetzen. Wir erkennen möglicherweise so manches in unserem Alltag, das nicht rund läuft oder die eigenen Ecken und Kanten, die geschliffen werden könnten.
Aber ganz sicher ist es nicht sinnvoll, alles auf einmal anzugehen und dabei Gefahr zu laufen, sich zu überfordern und am Ende gar nichts erreicht zu haben.
Es gilt Prioritäten zu setzen, etwas Umsetzbares auszuwählen und seine Kräfte und Möglichkeiten einzuschätzen.

Wir stehen am Beginn der Fastenzeit, einer Zeit, die geprägt ist von Suche nach Neuorientierung, einer Zeit der Vorbereitung, einer Zeit, in der ganz bewusst das eigene Leben in den Blick genommen werden soll, einer Zeit des Gebetes und der tätigen Nächstenliebe.
Es gibt einige Angebote, die uns in diesen Tagen unterstützen können und zu denen ich Sie herzlich einlade:

 die ökumenisch, thematischen Fastenabende
(siehe ausliegende Informationen)
arrow die Fastenpusteblumen(2.-5. Sonntag der Österlichen Bußzeit)
arrow der Hirtenbrief des Bischofs zur Österlichen Bußzeit
(nachzulesen auf www.bistum-magdeburg.de)
arrow die Themenabende der Kolpingfamilie
(siehe Aushang)
arrow „Impulse zur Fastenzeit“
(im Internet oder auf das Smartphone)
arrow die unterschiedlichen Gottesdienste
(Eucharistiefeiern, Kreuzwege, usw.)
arrow 

Jesus selbst gibt das Maß der vierzig Tage vor, Tage in denen er sich auf seine Sendung vorbereitet, Tage auch, in denen er sich seiner Sendung bewusst und klar wird.
Der Heilige Geist selbst leitet ihn und begleitet seine Suche. So begleitet der Geist auch uns auf unserer Suche nach dem, was Gott in unserer jetzigen Lebensphase von uns erwartet.
Öffnen wir uns für diesen Weg der Reife und lassen wir uns ein auf das Wirken des Geistes.

Eine produktive und kreative Zeit
wünscht Ihnen und Euch

Matthias Marcinkowski, Diakon

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